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  • Reinhard Mumper

Wie der Hund zur Ruhe kommt!

Heute verrate ich dir, WIE dein Hund im Alltag sicher zu ausreichend Ruhe kommt.

Und dafür erzähle ich dir am besten, wie wir der kleinen Jessie geholfen haben zu mehr Ruhe zu finden:

Jessie besuchte mich damals für ein paar Tage und es zeigte sich bereits am ersten Tag durch ihr Verhalten: Das Thema Ruhe müssen wir direkt angehen und ganz intensiv trainieren!

Ich konnte übrigens bei Jessie nicht nur eine der Fragen mit „Ja“ beantworten... ;)

Was also tun, wenn der Hund sich selbst nicht ausreichend Ruhe nimmt?

Ganz einfach: Wir sorgen so lange für Ruhe bis er gelernt hat, wie wundervoll Ruhe eigentlich ist… ;)

Also installierte ich ein paar neue Regeln für die kleine Jessie:


REGEL #1:

Wenn wir zuhause sind, passiert in der Regel einfach NICHTS – das bedeutet: Es ist Zeit genug, sich auszuruhen!

Dadurch gab es also eigentlich keinen Grund mehr für sie, mir auf Schritt und Tritt zu folgen. Eigentlich. Denn es gibt da leider folgendes Problem:

Jessie verstand leider nicht, dass NICHTS Spannendes passierte…

Denn das ist schließlich Definitionssache und so wollte sie mir trotzdem gerne auf Schritt und Tritt folgen. Oder mich zumindest im Blick behalten. Denn FALLS es vielleicht doch etwas Spannendes für sie gab, musste sie das schließlich wissen und auch unbedingt mitmischen!

Aus diesem Grund war eine zweite Regel nötig:


REGEL #2:

Wenn wir zuhause sind gibt es Ruhezeiten, in denen du konsequent auf deinem Platz (Decke, Körbchen, Box,…) bleibst, bis ich dir etwas anderes sage.

Wow. Krasse Regel… oder?

Naja, eigentlich nicht, lass es mich dir kurz erklären…

Hast du mal beobachtet, wie lange dein Hund in einer gemütlichen Situation auf ein und derselben Stelle liegen kann? Wenn ihr zum Beispiel nach einem ausgiebigen Ausflug einen gemütlichen Couch-Abend einlegt?

Richtig! STUNDENLANG…

Er steht vielleicht mal auf und streckt sich oder nimmt eine neue Position ein. Aber den Platz verlassen? Höchstens mal kurz, um etwas zu trinken, oder?

Und genau das ist der Punkt, denn DAS ist doch ein völlig normales Verhalten so lange NICHTS passiert.

Jessie hat an ihrem Platz also einen Wassernapf und muss auch nicht die ganze Zeit liegen bleiben. Sie darf auf ihrem Platz letztlich machen, was sie möchte, sie darf ihn eben nur nicht verlassen.

Und zwar: EGAL WAS PASSIERT.

Also auch dann, wenn ich den Raum verlasse. Auch dann, wenn in der Küche eine Tüte knistert. Auch dann, wenn jemand anderes den Raum betritt.

Und mit dieser Regel, dass Jessie ihren Platz nicht ohne unsere Erlaubnis verlassen darf, sorgen wir dafür, dass sie mit der Zeit Folgendes lernt:

„So lange ich auf meinem Platz bin, kann ich eigentlich auch ausruhen…“

„…denn selbst wenn etwas Spannendes passiert, darf ich ja sowieso nicht aufstehen.“

Und damit wird es unwichtig, alles mitzubekommen. Ihr aktives „Ich habe dich immer im Blick“ funktioniert also nicht mehr und führt zu keinerlei Erfolg. Und so erkennt sie Zug um Zug, dass eigentlich ja tatsächlich nichts Spannendes passiert.

Klingt logisch, oder? :)

Und hat übrigens noch weitere positive Aspekte für den Alltag und auch für die Mensch-Hund-Beziehung – aber darauf gehe ich an anderer Stelle nochmal genauer ein.

Und natürlich lässt sich diese Regel mit der Zeit auch wieder entschärfen! Denn irgendwann lernt der Hund in der Regel seinen Platz selbst aufzusuchen und ausreichend zu „chillen“ – ganz ohne unsere Vorgabe.

Aber für den Anfang bedarf es hier einfach ein wenig Hilfe von uns.



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Hundehaltercoach Reinhard Mumper

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